Eine harmonische Gemeinschaft erfordert nicht nur gemeinsame Räume, sondern auch gemeinsame Ziele. Mit der Aktion "Zusammenhalt stricken: Ein Schal für die Freundschaft", verankert im Essener Stadtbezirk III, setzten wir uns mit unseren örtlichen und landesweiten Partnern zum einen für die Sensibilisierung hinsichtlich der Notlagen von Opfern von Natur- und Humankatastrophen in der Türkei, der Ukraine und in Marokko ein. Zum anderen war es unser Ziel, den Zusammenhalt in unserem Stadtbezirk zu stärken. Nicht zuletzt legten wir großen Wert auf die positive Darstellung der Vielfalt des Lebens in unseren Stadtteilen, die im Fokus dieser Aktion stand. Die Aktion startete am 30. Oktober, dem Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens, und lief bis Weihnachten. Auf diese Weise werden zwei bedeutsame Daten im kollektiven Gedächtnis des vielfältigen Deutschlands berücksichtigt. Im Rahmen der Aktion wurden zwei Highlights organisiert:
Hier geht es zu Ergebnissen der Aktion
Am Sonntag, dem 12. November, kamen fast 300 Menschen jeden Alters im Prenses Palace in Essen zusammen, um die Werte des Zusammenhalts und der Solidarität zu feiern. Die Veranstaltung war Teil der Aktion „Zusammenhalt stricken: Ein Schal für die Freundschaft“ und wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis, das lokale Gemeinschaft und internationales Engagement verband
Der Tag begann mit dem mitreißenden Auftritt des Kinderchores der Bodelschwinghschule, gefolgt von beeindruckenden Darbietungen des Ruhr-Birlikchores, von Svetlana Novak, des ukrainischen Kinderchores und von Aramic. Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten für diese herausragenden musikalischen Beiträge, die die Vielfalt und die verbindende Kraft der Kunst widerspiegelten.
Cem Şentürk, Vorsitzender der Hilfsorganisation „Zeit für Solidarität/Dayanışma Zamanı (ZfS)“, begrüßte die Gäste und präsentierte die bisherige Entwicklung der Organisation. Oberbürgermeister Thomas Kufen eröffnete die Veranstaltung mit einer inspirierenden Rede, für deren Unterstützung wir der Stadt Essen besonders dankbar sind.
Ein besonderer Dank gilt Bezirksbürgermeisterin Doris Eisenmenger, die mit ihren motivierenden Worten und visionären Impulsen den Tag bereicherte. Ebenso erfreulich war die Teilnahme von Ratsherr Ralf Bockstädte und Mehmet Cengiz, Amtsleiter für internationale Beziehungen der Gemeinde Eyyübiye in Şanlıurfa. Die Gemeinde Eyyübiye unterstützte uns bei der Verteilung der gesammelten Schals im ostanatolischen Erdbebengebiet.
Die Umsetzung dieser Aktion wurde durch die Förderung des Jugendamts Essen ermöglicht. Wir danken Christian Uhl, dem Verantwortlichen des bezirklichen Integrationsstabs, für seine Unterstützung. Einen besonderen Beitrag leistete auch Reinhard Wiesemann, Gründer des Essener Unperfekthauses, dessen finanzielle Hilfe viele Elemente der Aktion realisierbar machte.
Ein großer Dank geht an die GLOBUS Markthalle, die ihre Infotheke als Annahmestelle für die gestrickten Schals bereitstellte und bis Weihnachten einen Raum als Strickcafé zur Verfügung stellte. Tarik Danacı, Geschäftsführer der GLOBUS Markthalle/Kronenberg Center, und Elit Class Möbel, die das Strickcafé ausstatteten, gebührt unser herzlicher Dank.
Die logistische Unterstützung wurde von DHL Express gewährleistet, die den kostenfreien Transport der gestrickten Schals in die Türkei und die Ukraine übernahm. Yumatron GmbH stellte Lagerplatz und Expertise zur Verfügung, während LB Transporte den innerdeutschen Transport unterstützte.
Diese Aktion wurde in enger Zusammenarbeit mit 24 Partnerorganisationen durchgeführt. Besonders möchten wir die Zusammenarbeit mit dem deutsch-ukrainischen Verein OPORA hervorheben. OPORA hat die Verteilung der Schals in der Ukraine übernommen.
Dank der großzügigen Unterstützung der GLOBUS Markthalle/Kronenberg Center konnte das ursprünglich nur für freitags geplante Strickcafé deutlich erweitert werden. Es wurde als tägliches Angebot in einem ebenerdigen Ladenlokal im Einkaufszentrum eingerichtet, was die Reichweite und Sichtbarkeit der symbolischen Aktion in der Stadtgesellschaft erheblich erhöhte. Das Strickcafé bot einen offenen, inklusiven Raum, in dem Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten zusammenkamen, um für einen guten Zweck aktiv zu werden.
Das Strickcafé war vom 15. November bis zum 23. Dezember geöffnet. Hier konnten die während des „Tag des Zusammenhalts“ nicht verwendeten Strickmaterialien sinnvoll eingesetzt werden. Besucher*innen erhielten kostenfrei Strickmaterialien sowie warme Getränke, wodurch eine einladende und motivierende Atmosphäre geschaffen wurde.
Besonders beliebt waren die kostenlosen Strickkurse, die gezielt verschiedene Zielgruppen ansprachen: dienstags fanden Kurse speziell für Männer statt, freitags offene Kurse für alle Interessierten und donnerstags deutsch-türkisch-ukrainische Stricktage, die den interkulturellen Austausch förderten. Diese Vielfalt an Angeboten führte zu einer hohen Besucherfrequenz und stärkte den Gemeinschaftsgedanken der Aktion. Das Strickcafé entwickelte sich rasch zum zentralen Treffpunkt und Sammelstelle der Aktion
„Zusammenhalt stricken: Ein Schal für die Freundschaft“. Es trug maßgeblich zum Erfolg der Initiative bei, indem es nicht nur zur Produktion der symbolischen Schals beitrug, sondern auch die Solidarität und das Gemeinschaftsgefühl in der Stadt stärkte.
Glück braucht nicht viel! Mit zwei Nadeln und einem Strickgarn lässt sich viel Glück stricken. Die Kinder in Şanlıurfa und Adıyaman in der Türkei (oben), in Kharkiv (unten) in der Ukraine und in Taroudannt in Marokko (links) freuten sich über die Schals und Mützen.
Im Rahmen der Aktion „Zusammenhalt stricken: Ein Schal für die Freundschaft“ wurden insgesamt rund 1.300 gestrickte Artikel gesammelt, überwiegend Schals. Die Verteilung erfolgte wie folgt:
Zusätzlich wurden mit den restlichen Geldspenden 132 Pakete mit jeweils 12 Buntstiften gekauft. Diese Pakete wurden an regionale Partner in der Ukraine (das Zeleny Gay Kinderheim) und in der Türkei (Gemeinde Eyyübiye) versandt, um Kinder in den betroffenen Gebieten zu unterstützen.
Die Essener Stadtpolitik zeigte eine große Unterstützung für die Aktion. Oberbürgermeister Thomas Kufen, die Essener Landtagsabgeordnete Julia Kahle-Hausmann, die stellvertretende Oberbürgermeisterin Julia Jacob, Bezirksbürgermeisterin Doris Eisenmenger, die Stadträte Ralf Bockstedte und Caner Aver sowie der Oberhausener Ratsherr Saadettin Tüzün besuchten die Veranstaltungen und Termine der Aktion und führten ermutigende Gespräche mit den Teilnehmenden.
Wir danken allen Beteiligten und Spender*innen, die durch ihre Arbeit Tausende von Glücksmomenten möglich gemacht haben. Angesichts der Tatsache, dass die Herstellung eines Schals im Durchschnitt etwa 12 Stunden dauert, haben wir rund 15.000 Stunden Arbeitsleistung zusammengebracht. Ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in unserem Bezirk, in unserer Stadt, in unserem Land und in unserer Welt.
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